Flieg zurück ins Jetzt war eines meiner ersten Filmprojekte hinter der Kamera.
Ich habe an der Geschichte mitgeschrieben, den Film geschnitten und auch vor der Kamera gestanden – ein Prozess, der mich auf vielen Ebenen gefordert hat.
Der Text ist über längere Zeit entstanden – zwischen zwei Menschen, die sich davor nie begegnet waren.
Ein gemeinsames Schreiben, ohne direkten Kontakt.
Die Zusammenarbeit hat uns beide geprägt – im Schreiben, im Spiel und im Schnitt.
In dieser Zeit habe ich meinen Zugang zum Schneiden entwickelt, und wir standen gemeinsam als Hauptdarsteller vor der Kamera.
Er ist zugleich der Gründer des heutigen Jugendfilmcamps Arendsee.
Das erste Treffen fand dann nicht ausserhalb der Geschichte statt, sondern in ihr.
Inszeniert in den Rollen, blind, mit Masken – am Flughafen.
Das Set war auf den nächsten Tag gelegt.
Maske, Ton, Kamera, Produktionsleitung – alle waren da.
Hinweis: Der Trailer enthält intensivere Szenen.
Es war eine Zeit des Suchens, Ausprobierens und Zusammenführens.
Im Schnitt begann sich für mich etwas zu verändern.
Nicht nur Bilder aneinanderzufügen, sondern zu spüren, was zwischen ihnen entsteht.
Rhythmus zu finden. Übergänge zu fühlen. Wahrzunehmen, wann etwas trägt – und wann nicht.
Es war weniger ein technischer Prozess als ein innerer.
Ein Annähern an das Erzählen – über Zeit, über Spannung, über das, was zwischen den Bildern liegt.
Dieser Film war ein Anfang.
Aus ihm heraus ist eine Zusammenarbeit entstanden, in der ich weiter gearbeitet und gelernt habe – unter anderem im Aufbau von Moonwolf.de, noch vor dem heutigen Jugendfilmcamp Arendsee.
Später habe ich das Filmemachen in der Fachausbildung in Zürich weiter vertieft und mehrere Saisons im Jugendfilmcamp Arendsee nähe Berlin als Dozentin für Kamera, Schauspiel und Schnitt gearbeitet.
Bis heute arbeite ich auch gerne hinter der Kamera.
Es war ein Weg, der sich daraus ganz natürlich weiterentwickelt hat.
Und vielleicht geht es genau darum.
Flieg zurück ins Jetzt.



