Ich bin am Mittelmeer.
Ein Strand.
Direkt neben grossen Hotels.
Alles wirkt gepflegt.

Die Wege sind sauber.
Menschen geniessen ihre Ferien.

Ein Ort, an dem man gerne ankommt.


img 20260314 134338

Dann gehe ich ein paar Schritte weiter.

Und das Bild verändert sich.

Müll.

muell in der natur blog 5

Nicht vereinzelt.
Über Kilometer.

Ich bleibe stehen.
Mein erster Gedanke:

Ich räume das auf.

Ich gehe ins Hotel und frage nach, ob der gesammelte Müll entsorgt werden könnte.
Die Antwort ist freundlich.
Doch sie lautet nein.
Zuständig sei man nur für den eigenen Strand.

Also schreibe ich der Gemeinde.
Auch dort bleibt eine Antwort aus.

Ich gehe weiter.
Zum Hafen.

Durch die Strassen.
An Restaurants vorbei.
An neuen Hotels.

muell in der natur blog 2

Und immer wieder liegt Müll dort, wo Menschen täglich vorbeigehen.
In solchen Momenten wird mir bewusst:

Es geht nicht nur darum, Müll aufzusammeln.
Es geht auch darum, Verantwortung sichtbar zu machen.

Seit vielen Jahren begleite ich Cleanups an unterschiedlichen Orten.
Ich weiss, dass gemeinsames Handeln etwas verändern kann.

Aber manchmal beginnt Veränderung schon früher.
Mit einer Frage.
Mit einer Mail.
Mit einem Gespräch.

Vielleicht nicht heute.
Vielleicht nicht morgen.

Doch wenn niemand etwas sagt, bleibt alles, wie es ist.
Deshalb frage ich nach.

Ich schreibe.
Ich bleibe dran.

Nicht, weil ich glaube, allein etwas verändern zu können.
Sondern weil jede Veränderung damit beginnt, dass jemand hinsieht.

Und den Mut hat, etwas zu sagen.

muell in der natur blog 4

Veränderung beginnt nicht erst im Grossen.
Sondern dort,
wo jemand hinschaut
und den Mut hat, etwas zu sagen.

Weitere Artikel

Hier sehen Sie noch mehr Artikel der Kategorie Naturprojekte, Unterwegs. Möchten Sie sich außerhalb der Kategorie umschauen, kehren Sie bitte mit dem Button zum Blog Archiv zurück.